naja mit dem kontinuierlichen bloggen hat das hier ja irgendwie bisher nicht so hingehauen. weil mal wieder sonntag ist gibts heute zumindest ein foto. 99 tolle bilder vom graffitolog.08 gibts übrigens hier.
Der diesjährige Graffitolog nährt sich dem Ende, zur Finissage am Sonntag gibt’s neben dem normalen Flohmarkt im Hof der Alten Feuerwache auch noch einen kleinen aber feinen Designflohmarkt in und vor der Ausstellungshalle. Außerdem ein Konzert mit Balz Isler (Berlin) und eine Tombola des ComeTogether-Teams. Also vorbeischauen lohnt sich……..
Damit bei den „Antifa Action Days“ im September möglichst wenig schief geht, hat der Antifa AK Köln jetzt ein erstes Mobivideo mit Tipps für die Krawallkinder von nah und fern veröffentlicht…
Jeden Sonntag gibt es jetzt hier einen Schnappschuss, den ich irgendwann, irgendwo mal aufgenommen habe. Diesmal aus dem Jahr 2005 von einer Blockade vor dem Tor des Wagenplatzes „Plan B“ in Oberhausen. Geholfen hat die Blockade damals leider auch nichts und der Platz wurde wenig später geräumt. Große Blockaden sind übrigens auch für den September in Köln geplant, blockiert werden soll hier ein „Anti-Islam-Kongreß“ von verschieden extrem Rechten Arschlöschern aus ganz Europa. Gelegendlich wird es hier im Blog sicher auch mal was dazu geben, über den Stand der geplanten Gegenaktivitäten informiert ihr euch aber am besten tagesaktuell auf www.no-racism.mobi
Zum vergrößern auf das Bild clicken…
The living flyer…
Hier noch der Link zur Homepage des Projekts: www.cometogetherprojekt.de
Da das linke Altermedia sich von einer unabhängigen Medienplattform, immer mehr hin zu einem Spielplatz für Trolls entwickelt. Und ein nicht kleiner Anteil der dortigen ModeratorInnen bereits vom „Meine Wahrheit ist die einzige“ [kurz MWIE²] Virus befallen ist. Hat es auch nicht lange gedauert bis der vom Bündnis „Antisp(e)e versenken!“ gepostete Artikel dort zensiert wurde, deshalb dokumentiere ich ihn hier an dieser Stelle nochmal…..
Antisp(e)e versenken! | Dem bauchlinken Geschwätz entgegen
Marx nannte sie einst „die Scheiße an und für sich“ (MEGA, Bd. 5, S. 571 f.) und auch die Alerta Hannover zitiert in diesem Zusammenhang ganz richtig den Taugenichts Berthold Brecht und fordert „Zorn und Unzufriedenheit allein genügen nicht, so etwas muss praktische Folgen haben“. Gleichwohl wir diese Bemerkungen gegen die Plapperbude des Antispe-Kongresses 2008 voll und ganz teilen können, so müsste es aber gerade Aufgabe der radikalen Linken seine, dem Moral-getränkten Geschwätz der herrschaftskritischen Heulbojen des Verzichts die kritische Kritik entgegenzusetzen, um dem postmodernen Klo der Beliebigkeit, mit der letzlich versucht wurde noch jede Einsicht wegzuspülen, ein für alle mal das Wasser abzudrehen.
Wir wollen an dieser Stelle die Leser allerdings nicht mit unseren Einsichten über das antispeziestische Treiben der Marke Hannover langweilen und stattdessen auf einen der wenigen selbstreflektiven Beiträge der „[gefühlslinken] Internationalen“ (Bahamas Redaktion) zu diesem Thema verweisen. Allen Widrigkeiten zum Trotz und wider der Trotzigkeit der Antispeziisten werden wir uns nichtsdestotrotz und trotz-alledem kritisch-solidarisch an dem Antispe-Kongress 2008 mit einem Grillstand beteiligen. Wenn euch unsere gut-druchdachten Argumente nicht zu sehr ermüdet haben rufen wir deshalb auf am 9. August um 16 Uhr vor die Korn zu kommen und ein Zeichen gegen „Meinungsfreiheit und Toleranz“ (Bündnis 90/Die Grünen) zu setzten. Das Argument ist halt auch ein Mensch!
P.S.: Leider können wir nicht in der Korn selbst grillen, da uns die Veranstalter richtigerweise darauf hingewiesen haben, dass im Hof die Rauchentwicklung zu groß wäre. Dennoch möchten wir uns auch herzlichst bei beim Organisationskreis für ihre unermüdliche Hilfe bedanken und freuen uns auf die interessanten Vorträge.
Bündnis „Antisp(e)e versenken!“ im Juli 2008
Hintergrundinfos: »Da steht ein Pferd auf’m Flur…« – warum Antispeziesismus kein harmloser Schlager ist”
Die Story der FC Schmierfinken von der Schildergasse, scheint momentan das Thema in Köln zu sein. Welch ein Glück, so musste ich gar nicht bis morgen Früh warten um die Fortsetzung der Geschichte in den Zeitungen zu lesen. Der Reporter Tim Stinauer veröffentlichte den Artikel mit dem Titel „Läden besprüht – Strafaktion mit dem Schrubber“ schon am heutigen Abend auf der Homepage des Stadtanzeigers. Darin klärt er auch über die Hintergründe der Aktion auf, der Schriftzug „CT07″ ist eine Abkürzung des FC-Fanclubs „Chickz Terminators samt Gründungsjahr 2007“. Auch weitere brisante Details kommen jetzt zum Vorschein, „sie seien noch nicht mal betrunken gewesen, sagt Christian. Darüber hat sich der Polizist auch gewundert.“ Mein Urteil, alles in allen eine lesenswerte Lektüre und auch für NichtkölnerInnen interessant. Und auch ein Blick auf die Homepage der Jungs lohnt sich! Hier präsentieren sie neben dem eigenen Kochbuch, ihre Lieblingsorte (Zülpe, Rudi & co), geben Filmtipps ab und stellen auch ihre eigenen Videoclips zur schau. Auch die Bilder und Grafiken des Fanclubs werden hier präsentiert, da ich mit den Jungs heute soviel Spaß hatte hab ich ihnen auch gleich noch ein Banner gebastelt….
Hier gehts zur Homepage von „CT07″ aka „Chickz Terminators“…

update: Inzwischen ist auch ein (gemessen an der Relevanz des Themas) eher spärlicher Artikel im Kölner Express erschienen. Aufwarten kann dieser jedoch mit einer bisher unbekannten Information, „Laut Polizei wollen sie außerdem ein ausführliches Geständnis zu Papier bringen“.
Die Pressemitteilung der Kölner Polizei gibts übrigens >>>hier< <<
Das Niveau der Kölner Lokalgazetten war noch nie besonderes hoch, jedoch hat man den Eindruck, dass das Sommerloch das Niveau nochmal weit unter Null drückt. Hier mal ein kleines Beispiel der journalistischen Ergüsse des Kölner Stadtanzeigers. In den letzten beiden Ausgaben berichtete man dort ausführlich über ein paar Jungs die bei ihrer nächtlichen Sprayaktion der Polizei in die Arme gelaufen sind. In den Artikeln „Hoher Schaden – Sprayer geschnappt“ und „Läden besprüht – Ertappte Sprayer gehen putzen“ war zu lesen, dass Mitglieder eines FC Fanclubs im Kunstunterricht Schablonen für diesen gebastelt hätten, die sie „auf möglichst vielen Geschäftsfassaden in der City hinterlassen“ wollten. Weil einer der Jungen aus der Clique für längere Zeit ins Ausland geht, sollte er ein kleines Andenken bekommen. Und so zogen die Freunde abends durch die Flaniermeilen Kölns um ihre „Erkennungszeichen“ anzubringen. Ein Andenken bekam der Urlauber in spe dann auch, jedoch ein etwas anderes als ursprünglich geplant. Er saß mit seinen Freunden einige Stunden auf der Polizeiwache und trat seine Reise dann auch direkt von dort an. Somit verpasst er leider die 15 Minuten Ruhm die z.B. Christian H. und sei Vater jetzt genießen dürfen.

Denn zwei Artikel zu einem solch spektakulären Vorfall sind für eine Millionenstadt und deren Zeitungen bei weiten nicht genug und so trafen sich heute die sechs Kunstschüler mit 3 Pressefotografen und 2 Reportern auf der Schildergasse zum öffentlichen Putztermin. Die Kölner Polizei hatte den Jungs nämlich einen Täter-Opfer-Ausgleich nahegelegt, dafür werde die Anzeige erstmal 2 Wochen zurückgestellt und dann nach Rücksprache mit den Hauseigentümern der Staatsanwaltschaft eine Empfehlung gegeben. Da bei mir auch gerade Sommerloch ist, dachte ich mir guck dir den Spaß doch mal an. Ein Glückspilz wie ich nun mal bin traf ich die Putzteufel dann auch direkt auf dem Weg zum Bäcker. Einer von ihnen hatte auch gleich seinen Vater zum Putzen mitgebracht und so wurde geschruppt was das Zeug hält. Die Reporter waren davon sichtlich begeistert und interviewten die reuigen Sünder mehr als eine Stunde lang. Der Vater berichtete dabei u.a. das er mit den Hausbesitzern, der Stadt und der Polizei schon fleißig über Wiedergutmachungsleistungen am verhandeln sei und sein Schützling und dessen Freunde wohl nochmal mit einen blauen Auge davon kommen werden. Schließlich hätten sie „noch in der Nacht eingesehen das es falsch gewesen wäre das Eigentum andere zu beschädigen“, auf die Frage des Vaters wie die LeserInnen den Artikel wohl aufnehmen würden, versicherte einer der Reporter, das bei diesen sicherlich die gute Tat der Kunstschüler gegenüber der vorhergegangenen Sachbeschädigung überwiegen werde. Irgendwann wurde es selbst mir zu langweilig und ich machte mich zurück an meinen Frühstückstisch. Wie die Story weitergeht, man darf gespannt sein, mehrere Artikel inklusive Bildmaterial gibt’s morgen jedenfalls in der Kölner Lokalpresse…









